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Gewinn der dritten Schleswig-Holstein Meisterschaft mit Siegesserie perfekt gemacht.

2. Oktober 2014

Anfang September ging es zum Slalom Doppel ins nahe gelegene Schachtholm bei Rendsburg. In direkter Lage am Nord Ostsee Kanal wollte das Team wertvolle Punkte zur Schleswig-Holstein Meisterschaft sammeln. Björn will dort seinen dritten Titel nach 2007 und 2008, Morten schielt noch auf Platz drei in der Endwertug, welchen er bereits im Vorjahr ergattern konnte. Beide Veranstaltungen zählten jedoch auch zur deutschen Meisterschaft, so dass prominente Konkurrenz garantiert war.rendsburg1

Am Samstag griffen Morten und Björn auf trockener Piste mit ihrem Honda CRX an. Auf dem inzwischen altbekannten flüssigen Kurs, welchen Björn mal vor einigen Jahren, zusammen mit Eckehard Wolter entworfen hat (so geht u. A. die schnelle „Doppelgasse“ auf das Konto des Ringsbergers) kamen beide Fahrer erst nur schwerlich in Fahrt. Im Training gab es noch einige Fehler, welche jedoch pünktlich zum ersten Wertungslauf abgestellt waren. Es bildete sich eine enger Dreikampf um den Sieg zwischen den DLR-Piloten und Dietmar Klauza. Alle drei landeten mit 1:10´er Zeit im ersten Lauf im Ziel. Im zweiten Wertungslauf verabschiedeten sich dann jedoch Morten mit einem groben Fahrfehler aus der Sieges-Entscheidung. Neben Pylonen stand nur eine 1:15 auf dem Display im Ziel. Auch Dietmar Klauza sammelte zu diesem Zeitpunkt fleißig Pylonen, womit Björn sich nur noch selbst oder vom Auto geschlagen werden konnte. Im dritten Wertungslauf blieb er jedoch Fehlerfrei und holte sich seinen vierten Saisonsieg nach Kaltenkirchen, Groß Dölln und Ahlhorn. Morten konnte im letzten Lauf auch noch was gut machen und sich auf Platz zwei vorarbeiten. Somit war auch der zweite Doppelsieg nach Groß Dölln unter Dach und Fach.

 

Am Sonntag wurde aufgrund der schlechten Vorhersagen auf zwei Wertungsläufe verkürzt. Jedoch blieb es nach einem morgenlichen Schauer den Tag lang trocken. Jedoch pünktlich zum Start der Klasse, in welcher das DLR Team antrat, begann es zu nieseln. Noch mit Slicks gingen die DLR-Fahrer also in ihre Trainingsläufe. Da es jedoch immer mehr zu regnen begann, waren die Zeiten gleich um 10 Sekunden auf der kurzen Strecke langsamer. Konsequenz war der Wechsel auf Regenreifen. Während dieses Wechsels kam es zu Problemen am vorderen linken Reifen, wodurch sich der Wechsel auf fast 20 Minuten heraus zögerte. Bei inzwischen erreichten Starkregen behob Thorkild Dau mit der freiwilligen Hilfe von Heini Brodersen (beide inzwischen komplett durchnässt) das Problem schnell, so dass der Start zum ersten Wertungslauf gerade noch so pünktlich erreicht werden konnte. Während Morten nun auf die Freigabe zum Start in den ersten Wertungslauf wartete, warteten alle anderen eher auf eine Unterbrechung der Veranstaltung. Zu groß war inzwischen die Aquaplaning-Gefahr durch auf der Strecke stehenden Wasser und somit auch die Gefahr für die Streckenposten. Morten wurde trotzdem bei diesen irregulären Verhältnissen auf die Strecke geschickt und heimste neben zwei Strafsekunden und einen gebrochener Stoßstange eine um nochmals 12 Sekunden langsamere Zeit ein. Obwohl es auch anderen Piloten so ging, gab es kein Eingreifen vom Veranstalter, so das Björn nun ebenfalls raus musste. Der Starkregen war zwar nun vorbei, die Strecke zeigte sich jedoch immer noch tückisch. Da es Björn jedoch um wichtige Punkte ging, riskierte er viel und fuhr mit einer 1:21´er Zeit die erste brauchbare Zeit in der Klasse ein. Danach hörte der Regen auf und die Strecke wurde nun auf einen Schlag wieder schneller, so dass auch Piloten aus der kleineren Klasse Björns Zeiten fahren konnten.

rendsburg2Leider war die Startnummernvergabe vom Veranstalter auch etwas chaotisch, so dass Doppelstarter ungleichmäßig verteilt waren und direkte Konkurrenten gleich einige Starter anderer Klassen zwischen sich hatten. So hatte Dietmar Klauza das Glück als letzter in den ersten Wertungslauf starten zu dürfen. Mit einer guten 1:19´er Zeit setzte er sich somit knapp zwei Sekunden vor Björn an die Spitze. Zum zweiten Wertungslauf hörte der Regen komplett auf und die Straßenbedingungen waren nun absolut fahrbar. Morten konnte sich mit der Wut im Bauch aus dem ersten Wertungslauf wieder ins Rennen bringen, hatte jedoch mit der Hypothek aus dem ersten Lauf keine Chance aufs Podium. Danach war nun Björn dran, der nun endlich seine bekannten Fähigkeiten auf nasser Strecke zeigen durfte. Mit einer 1:15´er Zeit belegte er dieses wieder einmal und sicherte sich somit schon einmal den sicheren zweiten Platz. Gewartet wurde nun bis zum letzten Starter, Dietmar Klauza, mit welchen das DLR Team nun das ganze Wochenende spannende Kämpfe hatte. Er kam mit einer 1:18 ins Ziel und verlor somit nicht nur seinen Zwei-Sekunden Vorsprung sondern auch knapp seinen Sieg an Björn, der sich somit Saisonsieg fünf holte. Danach ging es zum Saisonfinale am vergangenen Sonntag in Husum zum direkten Duell gegen Roy Roger Taylor und Harry Holz. Alle drei lagen zu dem Zeitpunkt hauchdünn in der Schleswig-Holstein Meisterschaft zusammen.husum3

Auf der holprigen Strecke auf dem Flugplatz Schwesing wurde es ein packender Kampf zwischen gleich sieben Fahrern jedoch erst einmal in den neunten und Vorletzten Lauf zur Serie. Alle fuhren ähnliche Zeiten im Training und im ersten Wertungslauf. Verabschieden aus der Entscheidung  mussten sich Sebastian Raudies mit einem Fahrfehler auf der Strecke und Jörg Gröhndahl mit einer Pylone. Als erstes konnte dann Björn mit einer guten Zeitverbesserung heraus stechen. Folgen konnte nur Roy Roger Taylor, der sogar noch etwas drauf packen konnte. Morten folgte im engen Verfolgerfeld auf Platz drei. Im zweiten Wertungslauf folgte dann jedoch ein schwerer Fahrfehler von Taylor, dafür konnte Gröhndahl eine neue deutliche Bestzeit fahren und sich trotz Pylone noch vor auf Platz zwei hinter Björn schieben. Auch Ditmar Klauza konnte sich noch einmal steigern und zog auch noch an Morten vorbei, der sich somit auf Platz an Ende wieder fand. Da Taylor und Harry Holz sich noch dahinter einreihen musste, war Björn zu diesem Zeitpunkt erstmals in der Saison Führender der Schleswig-Holstein Meisterschaft und diese wollte er bei der abschließenden Veranstaltung am Nachmittag auch nicht mehr abgeben. Den Gesamtsieg bei dieser Veranstaltung verpasste er jedoch als Gesamtzweiter denkbar knapp.

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Daher ging es nun ähnlich konzentriert in die zweite Veranstaltung, jedoch hatte sich inzwischen ein Bremsplatter in den Vorderreifen gebrannt, welcher die Strecke noch holpriger machte und dem Fahrverhalten nicht unbedingt gut tat. Wieder war ein großer Pulk mit ähnliches Fahrzeiten unterwegs, wodurch es am Ende nur um wenige Zehntel ging. Da alle Piloten mindestens eine Pylone um fuhren, war es für Björn eigentlich eine einfache Aufgabe, jedoch konnte auch er nicht fehlerfrei bleiben und landende somit knapp hinter Roy Roger Taylor auf Platz zwei, was jedoch für den dritten Titelgewinn nach 2007 und 2008 ausreichte. Für Taylor bedeutete dieses gleichzeitig der Vize-Titel in der Meisterschaft. Morten Dau hatte einen katastrophalen ersten Wertungslauf mit gleich acht Pylonen und fiel somit Chancenlos aus der Spitzengruppe raus. Für die Meisterschaftswertung bedeutete dieses ein Abrutschen auf den siebten Platz, jedoch immerhin ein Gesamtergebnis in den Top Ten.

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Nun freut sich das DLR-Team auf die Ehrung des ADAC Schleswig-Holstein in der Sparkassen Arena in Kiel, sowie auf den Endlauf zur norddeutschen Meisterschaft in drei Wochen in Höxter, wo Björn seinen Titel jedoch nicht verteidigen kann.husum2husum4

Offizieller Endstand des ADAC: http://motorsport.adac-sh.de/fileadmin/download/Motorsport/70_Meisterschaften/2014/14_Erg_SLA_01_M.pdf

Video aus Schachtholm: https://www.youtube.com/watch?v=5DWyvwGxtmo

Video aus Husum folgt (Unsere Video-Seite Beachten)

Fotos von Familie Klauza und Bernd Schwartinsky

 

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From → Sonstiges

One Comment
  1. Bernd Schwartinsky permalink

    klasse artikel !! gruß be

    Bernd Schwartinsky

    Date: Thu, 2 Oct 2014 07:57:24 +0000 To: schwartinsky@live.de

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